Programmübersicht 2017 / 2018

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Kit-Armstrong
Kit Armstrong – Klavier

Kit Armstrong

 

 

 

Sonntag, 28. Januar 2018 · 20.00 Uhr
Alte Oper Großer Saal

In Kooperation mit der Alten Oper Frankfurt

19.15 Uhr Konzerteinführung mit Musikbeispielen durch Christian Kabitz im Albert Mangelsdorff Foyer (Dauer: ca. 20 Minuten) für die Mitglieder und Abonnenten der Frankfurter Bachkonzerte e.V., für die Abonnenten der Bachreihe sowie für die Freunde der Alten Oper.

 

Kit Armstrong Klavier, Cembalo, Leitung

Ensemble Resonanz
Johannes Fischer Leitung (Ligeti)

Johann Sebastian Bach Brandenburgisches Konzert Nr. 5 – BWV 1050
György Ligeti Klavierkonzert
William Byrd O mistress mine, for Keyboard MB 83
Conlon Nancarrow Study for Player Piano No. 8
William Byrd Browning a 5 for instrumental consort – („The Leaves Bee Greene“)
Conlon Nancarrow Study for Player Piano No. 11
William Byrd A fancy
Johann Sebastian Bach Klavierkonzert d-Moll – BWV 1052

In der vergangenen Saison hatte er noch im intimen Mozartsaal ein reines BachLigeti-Programm gespielt, das allen mutigen Zuhörern einen faszinierenden Abend geschenkt hat. Die Rezensionen überschlugen sich – kein Wunder, dass die Planer der Frankfurter Bachkonzerte dem alten Sinnspruch folgten: Never change a winning Armstrong! Und wie man es von diesem erwachsen gewordenen Wunderkind gewohnt ist, gibt es auch diesmal Außergewöhnliches zu entdecken, und das im Großen Saal.

Wer vermutet William Byrd, den englischen Virginalisten aus dem 16. Jahrhundert, bei einem solchen Konzert? Ganz rätselhaft sind die Titel und ein Geheimnis, mit welcher Besetzung das Ensemble Resonanz das zum Klingen bringen wird.

Und wer hat je schon von Conlon Nancarrow gehört? Befremdlich sind seine Kompositionen, die er für ein mechanisches Klavier geschrieben hat; sie sind bisher ausschließ- lich von einem modifizierten Bösendorfer-Flügel mit einer Lochstreifen-Mechanik zum Klingen gebracht worden und gelten für „lebende“ Pianisten als unspielbar! Wer sollte auch ein polyphones Werk mit zwölf Stimmen, die zwölf eigenen Metren folgen, mit zehn Fingern spielen können?

Kein geringer als György Ligeti allerdings hat Nancarrows Musik als „die größte Entdeckung seit Webern und Ives“ bezeichnet. Und auch Ligeti selbst ist mit seinem einzigen Klavierkonzert an diesem Abend vertreten, welches wahrlich keine leichte Kost ist, aber einen Meilenstein in der Entwicklungsgeschichte dieses Genres darstellt..

Dass dieses bemerkenswerte Konzert von zweimal Bach eingerahmt wird, hat neben dem dankbaren Aufatmen der reinen Bachfreunde auch noch den angenehmen Effekt, Kit Armstrong das erste Mal auf dem Cembalo erleben zu können. Und das macht ja diesen entdeckungsfreudigen Künstler aus: Dass er sich jedweder Herausforderung stellt.

 

Zu diesem Konzert bietet die Alte Oper im Rahmen des Musikvermittlungsprogramms PEGASUS – Musik erleben! einen Workshop für Schulklassen an, gefördert durch die Commerzbank-Stiftung. (Weitere Informationen: henn@alteoper.de)

 Ensemble-Resonanz
Ensemble Resonanz