Programmübersicht 2017 / 2018

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Giuliano-Carmignola
Giuliano Carmignola

Giuliano Carmignola

 

 

 

Freitag, 8. Juni 2018 · 20.00 Uhr
Alte Oper Großer Saal

In Kooperation mit der Alten Oper Frankfurt

19.15 Uhr Konzerteinführung mit Musikbeispielen durch Christian Kabitz im Albert Mangelsdorff Foyer (Dauer: ca. 20 Minuten) für die Mitglieder und Abonnenten der Frankfurter Bachkonzerte e.V., für die Abonnenten der Bachreihe sowie für die Freunde der Alten Oper.

Giuliano Carmignola Violine und Leitung
Gianpiero Zanocco Violine

Venice Baroque Orchestra

Francesco Geminiani Concerto grosso „La follia“ – Nr. 12 d-Moll op. 5
Antonio Vivaldi Concerto für zwei Violinen, Streicher und B.c. a-Moll RV 523
Johann Sebastian Bach Konzert für Violine, Streicher und B.c. – g-Moll BWV 1056
Charles Avison/Domenico Scarlatti Concerto grosso in d-Moll
Johann Sebastian Bach
Konzert für Violine, Streicher und B.c. – a-Moll BWV 1041
Konzert für Violine, Streicher und B.c. – E-Dur BWV 1042

 

Dass manche Komponisten wahre Hexenmeister sind, wissen wir. Telemann muss unglaublich schnell geschrieben haben, Mozart und Rossini ebenfalls. Den Weltrekord aber hält sicher Antonio Vivaldi: auf der Titelseite seiner Oper „Tito“ lesen wir: „1719 musica del Vivaldi fatta in 5 giorni“. Nur fünf Tage für fast 400 Partiturseiten! Berühmt geworden ist Vivaldi aber weniger mit seinen Opern als mit seinen Concerti. In diesem Genre hatten sich zwar schon Corelli und andere versucht, aber erst „il prete rosso“, der rothaarige Priester, hatte die Idee des dreisätzigen Instrumentalkonzerts mit tausend Besetzungsvarianten zum Standard gemacht. Und auch für die brauchte er nicht lange: er rühmte sich, ein solches „mit sämtlichen Stimmen schneller zu komponieren, als ein Kopist es abschreiben könne“.

Seine Konzerte verbreiteten seinen Ruhm bald über ganz Europa, viele Komponisten nahmen sie sich zum Vorbild. Auch Johann Sebastian Bach war dankbar für die Inspiration, wie sein Biograf Nikolaus Forkel schreibt: „Als eine solche Anleitung dienten ihm die damahls neu herausgekommenen Violinconcerte von Vivaldi. Er hörte sie so häufig als vortreffliche Musikstücke rühmen, daß er dadurch auf den glücklichen Einfall kam, sie sämmtlich für sein Clavier einzurichten. “ Bach hat zwar nicht alle 319 Violinkonzerte abgeschrieben, aber dadurch für sein eigenes Komponieren wertvolle Impulse erhalten, wie Giuliano Carmignola bei diesem Konzert genial beweisen wird, wenn er Vivaldis und Bachs Geigenkunst gegenüberstellt.

Sein Venice Baroque Orchestra, 2015 mit dem Echo Klassik für die beste Konzerteinspielung geehrt, beweist seine Kompetenz nicht zuletzt mit dem berühmten Concerto „La Follia“ von Geminiani. Hier kann man erleben, wie nahe venezianischer Barock und Jazz beieinander wohnen! Es swingt!

Venice-Baroque-Orchestra

 

Zu diesem Konzert bietet die Alte Oper im Rahmen des Musikvermittlungsprogramms PEGASUS – Musik erleben! einen Workshop für Schulklassen an, gefördert durch die Commerzbank-Stiftung. (Weitere Informationen: henn@alteoper.de)