Programmübersicht 2016 / 2017

img
HfMDK_4
Die Kunst der Fuge

 

 

 

Freitag, 13. Januar 2017 · 20.00 Uhr
Alte Oper Mozart Saal

In Zusammenarbeit mit der Alten Oper Frankfurt

Die Kunst der Fuge
und deren Einfluss auf Komponisten folgender Jahrhunderte

Mit Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main

Das 5. Konzert in der Reihe der Bachkonzerte 2016/2017 deckt die Vielfalt der musikalischen Form der Fuge auf. Der Vorstellungskraft, was die Komplexität und die Besetzungen angeht, sind nahezu keine Grenzen gesetzt: Vom Barock bis zur Moderne, ob auf dem Cembalo oder mit Streichquartett gespielt, die Fuge stieß bei so manchem Komponisten auf Interesse.

 

Ratlos stehen wir vor diesem Monolith „Kunst der Fuge“, der sich nicht auf dem Cembalo, nicht auf der Orgel und auch nicht auf dem modernen Konzertflügel wiedergeben lässt, ohne dass man hie und da ein wenig „schwindelt“. Selbst mit dem Streich- oder dem Saxophonquartett – immer wieder gibt es Töne, die so, wie sie dastehen, nicht spielbar sind. Hat Bach, der Geniale, hier geschlampt? Oder sind diese 18 Fugen vielleicht gar nicht dafür gedacht, klingend wiedergegeben zu werden?

Es fällt uns die Vorstellung schwer, dies sei nur „Musik für die Augen“, eine „Ergötzung des Gemüthes“, für die „Liebhaber dergleichen Arbeit“, geschrieben für einen elitären kleinen Kreis von Kennern, die alleine durch das Lesen der Noten Befriedigung erfahren. Doch weil Kenner dieser Art aussterben wie die Zeitgenossen, die ihren Faust noch auswendig vorzutragen wissen, genießen wir hörend dieses Konglomerat von Fugen.

Nun war Bach nicht der Erste und nicht der Letzte, der sich mit dem Mysterium „Fuge“ schöpferisch auseinandergesetzt hat. Darum erklingen in diesem Konzert auch „Contrapuncti“ aus fremden Federn, wiedergegeben von den verschiedensten Solisten und Ensembles der Hochschule.

Zu Recht fühlen wir uns beschenkt, denn letztlich ist jenes das Geheimnis von Bachs Kontrapunkt: Dass die Gelehrsamkeit, die ihm innewohnt und seinen unerreichten Rang ausmacht, sich bei lebendiger Interpretation in sprühenden Geist verwandelt. Und dieser Geist lächelt sicher mit Bachs Wohlwollen über die eine oder andere geschwindelte Note …

 

Mit der Förderung der Konzertreihe der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst baut die Deutsche Bank Stiftung ihr Engagement für den künstlerischen Nachwuchs aus und stärkt die kulturelle Vielfalt Frankfurts.

Deutsche Bank Stiftung